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In der Farbenlehre ist Purpurviolett die Farbe der Individualität und des Selbstvertrauens, historisch betrachtet war sie in der Bekleidung lange Zeit den Kaisern und obersten Würdeträgern vorbehalten und physikalisch gesehen ist Purpur die allgemeine Bezeichnung für Nuancen zwischen Rot und Violett. Auch in der Musik geht es oft nur um Nuancen, um Kleinigkeiten, die zwischen Hören und Fühlen entscheiden. Purpur galt deshalb jahrhundertelang als besondere Farbe, weil sie in der Natur selten vorkommt – genau wie gute Blues-Musiker in Österreich. Ausnahmegitarrist Harald „Purple Harry“ Federer ist einer von ihnen und wer ihn schon einmal live erlebt hat, der weiß das.

Auf den Spuren von Led Zeppelin, Deep Purple, den Beatles und „Bandpate“ Jimi Hendrix gründete der Steirer 2001 das Trio Purple Bluze, das aktuell neben Federer (guit/voc) noch mit Christian Pischel (dr) und Christian Seiner (bs) besetzt ist. „Ich wollte die Band ursprünglich Purple Haze taufen, dann Purple Blues, weil ich lange Zeit auch Blues gespielt habe und schlussendlich ist es dann eine Mischung aus beidem geworden: Purple Bluze“, erzählt Harald Federer, der auf der Bühne längst nicht mehr nur mit seinem virtuosen Gitarrenspiel begeistert, sondern auch mit seinen Outfits. Violette Hemden, purpurne Federboas, lilafarbene Hüte und Sonnenbrillen – aus Harald Federer ist in den knapp zwanzig Jahren „Purple Harry“ geworden. „Wegen des Namens habe ich von Freunden immer wieder Kleidungsstücke in der Farbe geschenkt bekommen und bin so langsam zum ‚Purple Harry‘ mutiert.“ Lauscht man seinen begeisterteren Erzählungen über die Musik der goldenen Sechziger und seine Liebe zu Gitarren, so wird einem rasch klar: Harald Federer musste gar nicht erst zu „Purple Harry“ werden, denn er IST „Purple Harry“ und das schon seit frühester Kindheit.

„Die Leidenschaft für Gitarren hat mich schon als Kind gepackt. In jedem Eck meines Hauses steht eine herum und generell habe ich ständig eine Gitarre in der Hand.“ Vor allem alte Gitarren haben es dem Vollblutmusiker angetan. „Sie klingen meiner Meinung nach besser. Sie fühlen sich anders an, klingen nicht so schrill wie neue, weil sie mit dem Alter sanfter werden und das passt gut zu mir“, grinst er. Als Hippie der zweiten Generation zelebriert er mit Purple Bluze die Musik seiner oben genannten Vorbilder sowie seine eigene und versetzt sein Publikum bei seinen Konzerten zurück in eine Zeit, in der alles erlaubt war. „Funk, Rock, Blues. Es muss shuffeln und es muss tanzbar sein. Musik muss leben und sich bewegen und das ausdrücken was man in dem Moment gerade empfindet, dazu gehört vielleicht auch einmal ein zehnminütiges Solo. Die Verspieltheit, die ich in der großen Zeit dieser Künstler sehe, ist mir wichtig!“

Christian Pischel // Drums

Chris Seiner // Bass 

Harald Federer // Gitarre, Vocals